Linseneintopf: Rezepte & mehr

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nsere Interpretation des herzhaften Klassikers: Soulfood mit traditionellem Geschmack. Mit der Kombination aus Linsen, Kartoffeln und bestem Bio-Gemüse kommt hier ein wahrer Sattmacher auf den Tisch.

 

 

Wie all unsere Suppen und Eintöpfe, wird auch unser Linseneintopf besonders schonend und ganz ohne künstliche Zusätze, Geschmacksverstärker und künstliche Konservierungsmittel hergestellt. Beste Bio-Zutaten und ein besonders hoher Gemüse-Anteil sorgen dafür, dass unser veganer und glutenfreier Linseneintopf perfekt für deine Mittagspause ist – oder wenn es eben einfach mal schnell gehen muss.

 

 

Linseneintopf – Leibspeise und Seelentröster

 

Manchmal steigt man morgens aus dem Bett und weiß sofort: Dieser Tag schmeckt nach Eintopf. Das muss nicht einmal ein besonders kalter oder nasser Tag sein, denn Linseneintopf, Linsensuppe und Co. wärmen nicht nur den Bauch, sondern auch das Gemüt. Über den genauen Grund dafür kann man nur rätseln, die Unkompliziertheit, die den Eintöpfen und Ihren Rezepten ihren Namen verleiht, könnte ein Grund dafür sein. Ein Topf, ein Teller, Besteck – los geht’s. In Zeiten von Clean Eating, Paleo oder Fusion Food sehnt man sich vielleicht auch einfach nach unaufgeregter, ehrlicher und trotzdem nahrhafter, gesunder Küche, die schmeckt wie damals in Kindertagen, als man an Omas Küchentisch leckere Hausmannskost aus frischen, oft selbst geernteten Zutaten bedächtig und zufrieden aus einer fröhlich geblümten Schüssel gelöffelt hat. An genau dieses Gefühl haben wir auch gedacht, als wir das Rezept für unseren Little Lunch Linseneintopf entwickelt haben: ein herzhafter Satt- und Glücklichmacher aus Linsen, Kartoffeln und bestem Bio-Gemüse, ausgewogen gewürzt für das traditionell-leckere Geschmackserlebnis.

 

Linsen – klein und voller Power

 

Linsen stehen, wie viele andere Hülsenfrüchte, schon sehr lange auf dem Speiseplan der Menschen. Die ursprünglich aus dem Nahen Osten stammende Kulturpflanze gehört zu den ältesten überhaupt. Archäologische Funde zeigen, dass Linsen seit der Steinzeit zu unseren Hauptnahrungsquellen zählen. Über die Türkei, Griechenland und die Balkanhalbinsel kamen die nährstoffreichen kleinen Kraftpakete nach Mitteleuropa, wo sie bereits seit mehreren Tausend Jahren nicht nur gegessen, sondern auch angebaut werden. In früheren Zeiten, als Fleisch noch die große Ausnahme auf dem Teller war, war man in Sachen Eiweißversorgung unter anderem auf Linsen angewiesen. Wie viele nahrhafte Lebensmittel, die Menschen auch in Notzeiten gegessen haben, gerieten Sie in der Wohlstandsgesellschaft eine Zeit lang in Vergessenheit und waren sogar als Dickmacher verrufen – völlig zu Unrecht, denn sie enthalten relativ wenig Kalorien (kcal) und eignen sich grundsätzlich für Rezepte zum abnehmen. Seit einigen Jahren aber erfreuen sich Linsen in allen denkbaren Sorten im Rahmen der Vollwert-Ernährung und dank der steigenden Zahl von Vegetariern, Veganern und Gesundheitsbewussten im Allgemeinen wieder zunehmender Beliebtheit. Grund dafür ist nicht nur ihr Reichtum an Proteinen, Vitaminen, Mineralstoffen sowie sekundären Pflanzenstoffen, sondern auch ihr niedriger glykämischer Index, das heißt, sie sättigen nachhaltig und können Heißhungerattacken wirkungsvoll vorbeugen, indem sie sich günstiger auf den Blutzuckerspiegel auswirken.

 

Linsensorten und ihre Verwendung

 

Linsen sind in vielen Ländern der Erde sehr beliebt und gelten allgemein als äußerst lecker. Deshalb gibt es sie in den unterschiedlichsten Rezeptvarianten und vor allem auch in den verschiedensten Sorten. Mehr als 70 Sorten findet man weltweit und auch hierzulande hat sich mittlerweile eine große Auswahl etabliert, von denen einige mit, andere ohne Schale erhältlich sind. Während Solche mit Schale meist geschmacksintensiver sind, sind Sorten ohne Schale bekömmlicher und somit auch bei sensibler Verdauung gut verträglich. Bei uns am bekanntesten sind wohl die Tellerlinsen, die zur Zubereitung klassischer Eintöpfe wie dem traditionellen Linseneintopf benutzt werden. Der Begriff bezeichnet eine bestimmte Größe – mit einem Durchmesser von 6 bis 7 Millimetern –, die Farbe kann dabei von Gelb über Grün bis Braun reichen. Sie sind entweder getrocknet oder in Konserven zu kaufen. Getrocknete Linsen haben zwar eine lange Haltbarkeitsdauer, man sollte aber trotzdem darauf achten, sie nicht zu überlagern, da sie sonst beim Kochen kaum mehr weich werden. Neben traditionellen Eintopfgerichten und Suppen lassen sich Tellerlinsen zum Beispiel auch bestens zu cremigen Pürees und vegetarischen Bratligen verarbeiten.

 

Belugalinsen oder auch Kaviarlinsen sind klein und schwarz und bleiben beim Kochen relativ fest, weshalb sie häufig Bestandteil von Salaten sind, aber unter anderem auch zu kräftigen Brotaufstrichen verarbeitet werden. Sie gelten als besonders edel und werden von der Spitzengastronomie geschätzt. Belugalinsen können auch ohne Einweichen gekocht werden, wobei sich die Kochzeit mit zunehmender Lagerungszeit verlängert. Ganz ähnliche Eigenschaften haben die französischen Puy-Linsen, die eine bräunlich-grüne Schale haben und ebenfalls in der Feinschmeckerküche zum Einsatz kommen.

 

Rote und gelbe Linsen werden geschält verkauft und sind somit zum einen leichter verdaulich, zum anderen erübrigt sich das Einweichen und die die Kochzeit wird verkürzt. Da sie nicht von der Schale geschützt werden, zerfallen sie beim Kochen leicht und nehmen schnell den Geschmack von Gewürzen an, weshalb sie unter anderem in der indischen und pakistanischen Küche häufig benutzt werden, zum Beispiel für Dhal, eine Art würziger Brei aus Hülsenfrüchten.

 

Neben Berglinsen, die etwas kleiner sind, den ganz ähnlich schmeckenden Pardina-Linsen, den in der französischen Champagne wachsenden Château-Linsen, den aus Umbrien stammenden Castelluccio-Linsen – sie gelten als leckersten Italiens – oder den kräftigrustikalen Trojalinsen gibt es auch noch die sehr kleinen Alblinsen. Sie wurden lange Zeit auf der Schwäbischen Alb angebaut, bis der kommerzielle Anbau Mitte des vergangenen Jahrhunderts dort ganz zum Erliegen kam. Findige Landwirte haben diese Tradition wiederbelebt und profitieren vom Wunsch nach regional erzeugten, hochwertigen Lebensmitteln, sodass es heute wieder leckere Linsen von der Schwäbischen Alb zu kaufen gibt.

 

Rezept für herzhaften Linseneintopf

 

Unser Little Lunch Bio-Linseneintopf ist, wie viele andere unserer Gerichte, vegan, sodass du ihn auch dann guten Gewissens genießen kannst, wenn du bewusst auf Fleisch und andere tierische Produkte verzichten möchtest. Die Kombination aus leckeren Linsen, Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln, Sellerie, Lauch und aromatischen Gewürzen verleihen ihm seinen unverkennbaren Geschmack. Du kannst ihn aber auch nach Lust und Laune ergänzen, zum Beispiel mit gebratenen Speckwürfeln, zartem Fleisch oder dem Klassiker: Bockwürstchen. Ideal auch als schnell zubereitetes vollwertiges Mittagessen, zum Beispiel im Büro, wird der Linseneintopf einfach erhitzt – je nach Rezept, Geschmack und Ernährungsstil zusätzlich mit ein paar klein geschnittenen Würstchen – und fertig ist das sattmachende Soulfood. Für alle, die mehr Zeit oder einfach Lust darauf haben, mal wieder selbst zu kochen, gibt es hier das Rezept für den DIY Linseneintopf.

ZUTATEN

 

1 Zwiebel

 

1 EL Olivenöl

 

300 g Berglinsen

 

1 Liter Gemüsebrühe

 

ca. 60 g Knollensellerie

 

ca. 60 g Karotten

 

ca. 60 g Lauch

 

Majoran (getrocknet)

 

1 TL Puderzucker

 

3 EL Aceto Balsamico

 

ca. 50 g durchwachsener Speck

 

2 Knoblauchzehen

 

eine Prise Chili

 

Salz, Pfeffer

 

3 EL frische Petersilie (gehackt)

 

ZUBEREITUNG

 

1.

Die Zwiebel schälen und klein würfeln. 1 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Die Linsen kalt abspülen, abtropfen lassen und dazugeben. Das Tomatenmark unterrühren und die Brühe angießen. Die Linsen knapp unter dem Siedepunkt 35 bis 40 Minuten garen.

 

2.

Knollensellerie und Karotte schälen, den Lauch putzen und waschen. Das Gemüse ebenfalls klein würfeln und mit einer Prise Majoran zu den Linsen geben. Den Eintopf in weiteren 5 bis 10 Minuten fertig garen.

 

3.

Den Puderzucker in einer Pfanne bei milder Hitze vorsichtig karamellisieren, mit dem Aceto Balsamico ablöschen und einkochen lassen, bis er eine sirupartige Konsistenz hat. Den Speck in kleine Würfel schneiden. Den Speck in einer beschichteten Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze knusprig braten. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

 

4.

Knoblauch schälen, klein schneiden und mit dem Speck zum Eintopf geben. Mit dem eingeköchelten Essig, Salz, Pfeffer und einer Prise Chilipulver abschmecken. Das Gewürzsäckchen nach einigen Minuten wieder entfernen. Den Eintopf eventuell noch mit etwas geschmolzener Butter verfeinern und mit der gehackten Petersilie bestreuen.

 

Für die selbst gemachte vegane Variante lässt man den Speck einfach weg und verwendet vegane Gemüsebrühe. Alternativ kann man zu Beginn der Kochzeit auch anderes Suppengrün und geschälte und klein gewürfelte Kartoffeln hinzugeben und mit garen. Wer lieber etwas deftiger und mehr Fleisch mag, kann während der letzten Minuten klein geschnittene oder auch ganze Würstchen zum Eintopf geben. Nicht nur die klassische Bockwurst eignet sich dafür gut, sondern zum Beispiel auch geräucherte Mettwürste, etwas pikanter und exotischer wird es mit Chorizo, einer spanischen Paprikawurst. Mit Fleischstatt Gemüsebrühe und ein paar Scheiben durchwachsenem Schweinebauch, die man von Anfang an zum Garen mit in den Topf legt, ergibt sich eine weitere Variante, die sich auch mit dem Speck und/oder der Wurst kombinieren lässt. Auch Kassler oder Rindfleisch, das in kleine Würfel geschnitten im Eintopf gegart wird, können das leckere Gericht ergänzen – je nachdem, wie es dir am besten schmeckt.