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Gesunde Fertiggerichte – geht das überhaupt?



Hochgeschwindigkeitszüge die mit über 300 km/h fahren, High-Speed-Internet für das Smartphone, Online-Shopping mit Lieferung am selben Tag – je schneller desto besser. Der Begriff Schnelligkeit hat in unserer heutigen Zeit eine so wichtige Bedeutung wie noch nie. Geschwindigkeit bestimmt mittlerweile so ziemlich jeden Aspekt unseres alltäglichen Lebens. Sei es auf dem Weg in die Arbeit oder zur Uni, beim Verschicken von Nachrichten oder auch bei unserer Ernährung.
Gerade das Zubereiten von Essen wird von vielen Menschen als lästig empfunden. Wer hat denn bitteschön Zeit, in der kurzen Arbeitspause ein gesundes Mittagessen zu kochen? Und wer möchte nach einem harten Arbeitstag abends noch den Kochlöffel schwingen?

Die Lösung für viele Menschen: Fertiggerichte. Ganze Mahlzeiten, die lediglich aufgewärmt werden müssen. Schnell, einfach und lecker. Der Konsum von Fertigprodukten steigt seit Jahrzehnten stetig an. Wie bereits erwähnt ist die erhebliche Zeitersparnis dabei der entscheidende Faktor. Außerdem ist die immer mehr werdende Anzahl an Single-Haushalten ebenfalls beteiligt an dem Fertiggerichte-Boom. Menschen, die alleine wohnen wollen meist auch keine großen Mengen zubereiten die anschließend schlecht werden. Fertiggerichte sind dabei oft auf eine Person ausgerichtet und stressfrei zubereitet.
Doch nicht nur Singles und Studenten gönnen sich regelmäßig Fertigessen. Auch den meisten Familien sind Fertiggerichte ein Begriff. Statistisch gesehen kommt in Deutschland sogar jeden dritten Tag ein Fertiggericht auf den Familien-Esstisch. Die Gründe dafür liegen selbstverständlich auf der Hand. Das Abendessen ist in wenigen Minuten auf dem Tisch und meistens schmeckt es auch noch gut. Leider ist es aber nicht immer ganz so einfach. In vielen Fertigprodukten verstecken sich einige Inhaltsstoffe die nicht wirklich auf einen Familien-Esstisch passen.

Oft beinhalten Fertiggerichte mehr Kalorien als in einer Portion nötig wären. Der Fettgehalt bei fertigen Lebensmitteln ist meist weitaus höher als bei frisch zubereitetem Essen. Das besorgniserregende dabei: Die Qualität des verwendeten Fettes ist häufig leider nicht die beste. Oftmals werden gesättigte Fette verwendet, die in größeren Mengen ernsthaft gesundheitsgefährdend sein können. Insbesondere sogenannte Transfettsäuren, zu finden in gehärteten Fetten, stellen bereits in kleinen Mengen ein Gesundheitsrisiko dar. Hersteller von Fertigprodukten verwenden häufig gehärtete Fette, da diese kostengünstiger und länger haltbar sind. Gesunde, ungesättigte Fette verlieren beim Erhitzen ohnehin ihre gesunden Eigenschaften und sind für die Herstellung von Fertigessen ungeeignet.

Abgesehen vom bedenklichen Fettanteil in vielen Fertiglebensmitteln, ist auch die Verwendung von künstlichen Zusatzstoffen, Aromen, Geschmacksverstärkern und zu viel Salz Grund zur Besorgnis. Diese Zusätze sorgen für den intensiven Geschmack von Fertigprodukten. Gerade bei Kindern besteht dabei die Gefahr, dass sie sich schnell an diese Ernährung gewöhnen und frisches, selbstgekochtes Essen im Vergleich zu geschmacklos und fad finden. Das geht sogar so weit, dass der häufige Genuss von Fertiggerichten den natürlichen Geschmackssinn regelrecht zerstört – und dieser lässt sich nur sehr mühsam wieder antrainieren.

Leider ist die Zeit, die Millionen von Menschen durch die Ernährung mit Fertiggerichten täglich einsparen, oftmals subjektiv betrachtet wichtiger wert als die eigene Gesundheit. Diese sollte jedoch unter keinen Umständen auf der Strecke bleiben. Und das muss sie auch nicht! Wir zeigen euch die besten Alternativen zu den beliebtesten Fertiggerichten, bei denen ihr gesundes Essen auf den Tisch bringt und trotzdem viel Zeit und Kalorien spart.



Fertigprodukt: Tiefkühlpizza

Ob als Kind, Student, in der WG-Küche oder auch, wie in einigen Werbungen suggeriert, als romantisches Essen für ein Dinner zu zweit – alle lieben die „Königin“ der Fertiggerichte, die Tiefkühlpizza. In den 60er Jahren in den USA entwickelt, eroberte die tiefgefrorene Variante des italienischen Klassikers schnell die Backöfen der Welt. Anders als bei der frischen Pizza, wird der Teig bei der industriellen Produktion mit Tomatensoße bestrichen und vorgebacken. Anschließend landet der Belag auf dem Teigfladen, der als letzten Schritt der Produktionskette den Schockfroster besucht.
Klingt eigentlich nicht wirklich ungesund. Oder? Das Problem bei vielen Tiefkühlpizzen, ist der hohe Kalorien-, Fett- und Salzgehalt. Eine handelsübliche Salami-Pizza kann bei einem erwachsenen Menschen bereits den halben Tagesbedarf an Fett decken. Den Tagesbedarf an Salz deckt eine solche Pizza bereits komplett ab. Abgerundet wird das Ganze durch das fast vollständige Fehlen von Vitalstoffen. Der Weißbrotteig ist ballaststoffarm, und dabei reich an Kohlenhydraten.

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Alternative: Pizzateig aus dem Kühlregal

Wer dennoch nicht auf „La dolce vita“ verzichten will und sich nach Feierabend eine Pizza gönnen möchte, kann aber zu einer Alternative greifen, die ebenso leicht zubereitet ist: Pizzateig aus dem Kühlregal. Dieser ist zwar nur begrenzt haltbar, kommt aber dafür ohne Konservierungsstoffe zurecht. Auch wenn sich ein Blick auf die Zutatenliste lohnt, sind in den meisten Pizzateigen keinerlei künstliche Zutaten enthalten. Damit der Teig im eingerollten Zustand nicht verklebt, kommt oft etwas Olivenöl zum Einsatz – also wie beim echten Italiener.
Das tollste an dem Produkt ist jedoch die Möglichkeit seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Mit verschiedenem Gemüse und frischer Pastasauce lässt sich im Handumdrehen eine fettarme und leckere Pizza zaubern, die jede tiefgekühlte Variante in den Schatten stellt.



Fertigprodukt: Spaghettigerichte

Ein wahrer Held der Kindheit. Eine Packung Spaghetti, eine Tüte Tomatensauce, zwei kleine Tütchen mit jeweils Gewürzen und Käse, der an Parmesan erinnern soll. Mehr brauchte es nicht um Kinder nach der Schule glücklich zu machen. Leider hat das Fertiggericht mit einer echten italienischen Pasta, abgesehen von den Nudeln, nicht viel zu tun. Das „Saucen“-Paket besteht lediglich aus Tomatenmark, das durch Zugabe von Wasser und der Gewürzmischung zur Sauce „alla neapolitana“ werden soll. Diese Gewürzmischungen bestehen aus getrocknetem Gemüse und Kräutern, abgeschmeckt mit Salz und Zucker. Hydrolysiertes Eiweiß aus Soja und Weizen runden den Geschmack ab, während Maisstärke für eine sämigere Konsistenz sorgt. Der Vitalstoffgehalt der Zutaten solcher Pastagerichte ist jedoch leider überschaubar. Kohlenhydrate sorgen zwar für ein langes Sättigungsgefühl, sind aber leider auch im Übermaß vorhanden.

Alternative: Fertige Saucen im Glas

Auch hier lohnt sich der Blick auf die Zutaten vorab. Manche Saucen beinhalten Geschmacksverstärker und/oder Konservierungsstoffe. Von denen sollte man vornehmlich die Finger lassen – gerade weil die Saucen durch Kräuter und Gewürze schon geschmackvoll genug sind. Saucen und Pesto aus dem Glas, welche auch künstliche Hilfsmittel verzichten, sind für ein schnelles Nudelgericht sehr empfehlenswert. Am besten achtet man auf ein Bio-Siegel auf der Verpackung und kauft Vollkorn-Nudeln dazu. Das schöne daran: Auch hier lässt dich die Sauce ganz individuell mit verschiedenem Gemüse und Kräutern verfeinern. Da kann garantiert keine Tütenpasta geschmacklich mithalten.



Fertigprodukt: Tütensuppe/Instantsuppen

Packung auf, Wasser drüber, fertig. Was so simpel in der Zubereitung ist, lässt bereits Böses erahnen. Denn wenn auch „Champignoncremesuppe“ auf der Tüte steht, haben diese meist nur sehr wenig mit echten Pilzen zu tun. Unmengen von Palmöl, Salz, Stärke, Hefeextrakte, künstliche Aromen und Zusätze bilden in der Regel die Grundlage solcher Tütensuppen. Von Natürlichkeit ist hingegen in den Zutaten keine Spur zu finden. Und auch wenn eine Hühnersuppe intensiv nach Hühnchen schmeckt, liegt das hauptsächlich an den Geschmacksverstärkern.
Auch Asia-Instant-Nudelsuppen haben das gleiche Problem – keinerlei Nährstoffe, viel zu viel Salz und künstliche Geschmacksverstärker sind leider Hauptzutaten bei Asiatischen Instant-Ramen.

Alternative: Little Lunch Bio-Suppen

Da ihr euch ohnehin auf dieser Seite hier befindet, wird euch die Alternative zu Tütensuppen wenig überraschen – es handelt sich nämlich um die wohl besten Bio-Suppen der Welt! 😍
Bei unseren Little Lunch-Suppen finden sich nur die besten Bio-Zutaten wieder. Schonend zubereitet, mega lecker und sogar noch leichter zubereitet als jede Tütensuppe. Wir verzichten komplett auf künstliche Zusatzstoffe, sondern setzen stattdessen auf den Einsatz von richtig viel Gemüse. So machen unsere Suppen richtig satt, schmecken einfach klasse und sind auch ohne Zusatz von Konservierungsstoffen bis zu 2 Jahre haltbar.



Fertigprodukt: Obst aus Glas und Dosen

Womit assoziiert man Kirschen, Ananas und Birnen? Mit Entkernen, Schälen und Schneiden. Da sieht doch eine Dose oder ein Glas mit Früchten ziemlich verlockend aus. Und was soll an gesundem Obst, das im eigenen Saft eingelegt ist denn auch schlecht sein?
Bevor es in das Glas oder in die Dose wandert, wird das Obst pasteurisiert, sprich erhitzt. Dabei gehen leider auch Vitamine und wertvolle Inhaltsstoffe verloren.
Oft wird in Obstkonserven zusätzlich Zucker verwendet um das Obst zu süßen. Auch Dosen mit der Angabe „leicht gezuckert“, können oft mehr als 10 Gramm Zucker pro 100 Gramm aufweisen. Das Obst vorher gründlich abzuwaschen ist auch nicht unbedingt empfehlenswert. Dadurch gehen noch mehr Nährstoffe verloren, als man ohnehin schon verabschieden musste.

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Alternative: Tiefkühlobst

Eine sehr gute Alternative zu Obst in Dosen oder Gläsern ist tiefgefrorenes Obst. Die Früchte werden nach der Ernte bereits nach kurzer Zeit schockgefrostet. So bleiben alle Nähr- und Vitalstoffe in den Früchtchen enthalten. Oft ist die tiefgefrorene Variante sogar eine gute Alternative zu frischem Obst. Aufgrund der längeren Haltbarkeit und der Möglichkeit das Obst einfach zu portionieren, eignet sich tiefgekühltes Obst wunderbar für Smoothies, Desserts oder auch als erfrischender Snack. Ein kleiner Tip: Tiefgefrorene Beeren kühlen im Sommer dein Getränk wunderbar ab, ohne es zu verwässern. Außerdem hat man nach dem Austrinken noch eine kleine Leckerei im Glas. ;)



Fertigprodukt: Mikrowellen Komplettmahlzeiten

Schlemmer-Schweine-Gulasch mit Nudeln, Rinderrouladen mit Kartoffelpüree, oder Königsberger Klöpse. Während das Bild auf der Verpackung so aussieht als hätte es Oma frisch gekocht, sieht das Essen im wahren Leben oft nicht ganz so appetitlich aus. Und auch die Inhaltsstoffe haben recht wenig mit Oma's hausgemachten Essen zu tun. Um die Mikrowellen- Fertiggerichte auch ungekühlt haltbar zu machen, verwenden die Hersteller Konservierungsmittel, Stabilisatoren und viele andere künstliche Zusatzstoffe. Der Geschmack solcher Mikrowellengerichte ist standardisiert, was meistens nur durch die Zugabe von Geschmacksverstärkern und Unmengen von Salz zu erreichen ist. Ganz zu schweigen von der Anzahl Eine Alternative sind tiefgekühlte Fertiggerichte. Doch auch da empfiehlt sich ein Blick auf die Zutaten und Nährwertangaben, weil auch diese oft neben vielen Kalorien auch viel Fett, Salz und künstliche Zusätze enthalten. Am besten ist wohl doch das Essen von Oma. Das lässt sich im Notfall ebenfalls wieder aufwärmen. ;)

Alternative: Tiefkühlgemüse

Tiefgekühltes Gemüse ist ein wahrer Held in der Küche. Wie schon beim Obst, wird das Gemüse kurz nach der Ernte tiefgefroren. So enthält tiefgefrorenes Gemüse meistens sogar mehr Vitamine als frische Ware. Die Nährstoffe, die Farbe und der Geschmack bleiben somit erhalten, das Gemüse ist lang haltbar und ebenfalls schnell zubereitet. Zusatzstoffe? Sind beim purem Gemüse absolut unnötig. Aber auch bei Gemüsegerichten wie Rahmspinat oder Buttergemüse werden häufig keinerlei künstliche Zutaten verwendet, so dass man getrost darauf zurückgreifen kann.
Ein weiterer Geheimtipp sind Tiefkühlkräuter. Denn sind wir mal ehrlich: Wer hat noch nicht Basilikum oder Petersilie im Topf gekauft, nur um es dann vergessen zu gießen und anschließend wegzuwerfen? Tiefgefrorene Kräuter verfeinern nicht nur so gut wie jedes Gericht, sondern werden mit Magerquark, Salz und Pfeffer schnell zu einem leckeren und fettarmen Dip.

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